Dauerurlaub in Kambodscha

Kambodscha. Für viele liegt dieses Land irgendwo auf dem Globus, aber man weiß nicht wo. Dann erinnert man sich an die Roten Khmer, ja da war doch was, die Killing Fields, die hat man im Kino gesehen. Grausam. Wie hieß der Schlächter? Pol Pot. Und dorthin soll man reisen?  Die bekannten Ereignisse sind Geschichte, so wie der Vietnamkrieg im Nachbarland oder die dunklen Jahre des Dritten Reichs in Deutschland. Sie halten schon lange nicht mehr die Touristenströme auf. Kambodscha gerät immer mehr in den Fokus  der Traveler aus den USA, Australien und Europa.

Es ist ein freundliches Land, in dem fleissig am Entwickeln der Infrastruktur gearbeitet wird. Noch ist vieles ursprünglich und erinnert den Asienkenner an längst vergangene Zeiten, in denen die thailändische Insel Koh Samui  noch als Geheimtipp galt.

Wer Kambodscha kennenlernen möchte, sucht sich am besten eine Unterkunft in Sihanoukville, genießt den nahe gelegenen Strand und startet von dort aus seine Exkursionen.  Wir trafen Leute, die das Überwintern in Sihanoukville an Kambodschas Küste in eigener Wohnung mit Kontakt zur Bevölkerung und Betreuung preiswert organsieren.

Sianoukville - Strandszene
Sihanoukville. Am Strand enstehen Hotels.

Sie fassen ihre Idee unter dem Begriff LIVING INSIDE zusammen. eißt das Produkt. Wir stellen es hier bei oxly11 erstmalig vor und wollen es auf Schwächen und Vorteile prüfen. Auch in Zukunft. Unsere Berichterstattung über die preisgünstige Situation in Kambodscha hat dieses Projekt gefördert. Interessenten haben bereits für 2012/13 gebucht, die meisten Kommentare bei oxly11 sind positiv kritisch, doch die eingefleischten thailändischen Kritiker zweifeln immer noch an der Glaubwürdigkeit. Ein gutes Zeichen für ein spannendes Thema.

Sianoukville - Strandgut
Sihanoukville – Strandgut

John (52) ist deutschsprechender Niederländer und führt seit 10 Jahren ein Gästehause unten am Ochheuteal Beach, Thoun (44) ist englischsprechender Kambodschaner, geboren in Sihanoukville. Er besitzt ein Townhouse mit 8 kleinen Apartments in Downtown und Wilson (49) ist vielreisender Deutscher und kennt Kambodscha seit fast 20 Jahren und als Geschäftsführer einer Werbeagentur in Berlin vor allem Deutschland und seine möglichen Kunden. Wir haben ein Gespräch geführt.

oxly1.de:  LIVING INSIDE heißt euer Vorhaben. Wer ist eure Zielgruppe?

Wilson: Es sind die Frauen und Männer mit den verständlichen und  natürlichen Berührungsängsten vor dem Fremden, Menschen die nicht so viel Reiseerfahrung mitbringen und die auch nicht so mutig sind, gleich für mehrere Monate alleine oder mit Partner in ein fremdes Land mit einer völlig fremden Kultur zu reisen. Aber alle haben sie einen Traum. Einmal oder auch mehrere Male Überwintern in einem tropischen Land ohne gleich die Zelte in Deutschland abzubrechen. Das wollen wir ermöglichen. Der günstige Reisepreis gefährdet nicht die doppelte Haushaltsführung Kambodscha/Deutschland. Alles bleibt so wie es ist. Die Wohnung, das Haus in Deutschland wird winterfest gemacht, Familie, Nachbarn und Freunde werden unterrichtet und dann geht es nach Kambodscha für einen ganzen Winter oder auch nur einen halben, so wie der Kunde will. Unsere Angebote gehen ab einem Monat  für eine Person ab 480€ für zwei Personen ab 295€ pro Person. Besonders für diejenigen, die keine Kambodscha-Erfahrung haben, ist das eine attraktive Möglichkeit, dieses Land kennenzulernen. Wir unterstützen sie, wenn gewünscht, mit Rat und Tat.

Sianoukville - Naturparks und Wasserfälle
Sihanoukville – Naturparks und Wasserfälle

oxly1.de:     Ist das Land Kambodscha auf solche Menschen vorbereitet?

John:        Nach Kambodscha traut man sich nicht unvorbereitet, das ist richtig. Das Land hat noch immer das Image der Armut und der Zerstörung durch die Kriege. Die Armut ist ein großes Problem, vor allem auf dem Lande. Doch die Zerstörungen sind nicht mehr sichtbar. Das Land ist inzwischen sehr gut zu bereisen auf  teilweise neuen Straßen.

Thoun:     Unser Land will die Touristen. Sie bringen das Geld zu den kleinen Unternehmern. Nur dieses Geld unterstützt die Eigeninitiative. Das große Geld sehen wir nicht. Wir wissen um unsere Gastfreundschaft, brauchen aber auch tolerante Reisende, die nicht immer gleich uns für dumm erklären, wenn sie etwas nicht verstehen.

Wilson:      Es ist und bleibt die beste Form des Reisens, ein Land in einem längeren Aufenthalt zu erkunden. Sich Zeit zu nehmen für ein Kennenlernen. Toleranz zu üben. Und eine ganze Generation in Deutschland im Vorruhestand oder Ruhestand hat die Möglichkeit alleine oder mit dem Lebenspartnern zu sehr günstigen Preisen den Winter-Ausstieg zu probieren. Wer sehr geschickt ist, kann die Kosten mit den ersparten Kosten im deutschen Winter fast ausgleichen.

Sianoukville- Die Golden Lions kennt jeder
Sihanoukville- Die Golden Lions kennt jeder

oxly1.de:     Der Preis ist eines eurer Hauptargumente. Was soll das Ganze denn kosten?

John:     Um das Ergebnis unserer Recherchen und Berechnungen vorwegzunehmen: Fünf  Monate Kambodscha kosten inklusive Visum, Versicherungspaket mit Auslands-Krankenversicherung etc., Betreuung vor Ort in der Muttersprache und einem eigenen möblierten Apartment für 1 Person mit kleiner Küche und Bad komplett  2.o50€ für fünf Monate. Es geht natürlich auf kürzer oder länger, wobei ein Monat das Minimum ist. Sonst wären andere Angebote konzeptionell interessanter.   Um die Zahlen nochmal zu nennen. Wir kalkulieren für einen Monat 480 €. Das sind 480 € monatlich für eine Einzelperson. Eine weitere Person kostet nur wenig zusätzlich. Für Paare berechnen wir 295 € pro Person.  Oder, wie bereits erwähnt, fünf  Monate für 2050 €.  Das sind 410 € monatlich.  Für Paare: 245 € monatlich pro Person.

Das ist kaum zu toppen. Dazu kommen der Flugpreis und ca. 5 € durchschnittlich pro Tag pro Person für die privaten Ausgaben für Essen und Trinken vor Ort.

Die Aufschläge für einen Partner liegen bei 400€ mehr für das Visum und Versicherungen. So kommen wir bei einem Fünfmonatsaufenhalt für zwei zusammen Reisende auf 245€ pro Person monatlich.

Sianoukville - Der Tempel des Buddha
Sihanoukville – Der Tempel des Buddha

oxly1.de:    Was ist in einem LIVING INSIDE Überwinterungspaket enthalten?

Thoun:      Vor allem wollen wir den Langzeittouristen hier in unserem Land helfen bei Problemen wie Gesundheit, Behörden, Polizei oder auch Ernährung. Auch wenn keinem eine Krankheit zu wünschen ist, wir haben in Sihanoukville eine gute ärztliche Versorgung und Unfallversorgung und eine Klinik mit westlichem Standard. Kein Gast bekommt Probleme in unserem Land, wenn er sich an die Gesetze hält.

John:      Wir haben interessante Wohnungen gebucht. Die findet man nur durch gute Ortskenntnisse und Kontakt zu den Hauseigentümern. Diese  stehen alle hinter der LIVING INSIDE Idee. Sie wollen die Ausländer.  In dem Paket ist natürlich noch mehr. Wir beraten aber auch schon die Anreise hierher, z.B. der Flug  von Bangkok nach Phnom Penh, die Immigrationsituation oder die Busfahrt7Taxifahrt nach Sihanoukville. Die Abholung und eben der Full-Service ab Phom Penh ist inklusive. Es gibt den muttersprachlichen Ansprechpartner vor Ort. Es gibt die einfach aber gemütliche möblierte eigene Wohnung mit kleiner Küche und einem europäisches Bad mit Dusche. Diese Wohnung kann man sich aus verschiedenen Angeboten aussuchen, man kann upgraden gegen Aufpreis, z.B. Wohnungen mit Aircondition. Es sind auch teurere Wohnungen dabei in Wohnanlagen mit Roomservice, die bedeuten aber einen nicht unwesentlichen Aufpreis. LIVING INSIDE empfiehlt vor allem Wohnungen, die in einer sozialen Struktur liegen in der Khmer-Stadt. Sie wurden von uns getestet und bewertet. Dabei beachten wir auch das soziale Umfeld, die Kommunikationsmöglichkeiten, die Möblierung und Einrichtung und die Sicherheit.
Zur Begüßung bekommt jeder Teilnehmer eine kambodschanische SIM-Karte für die Erreichbarkeit untereinander und eine ausführliche Tourenberatung für Unternehmungen vor Ort. Wer will, kann ein Motorbike mieten für die ganze Zeit, Es kostet ungefähr 70€ pro Monat. Es ist aber nicht versichert, weder gegen Diebstahl, noch gegen Unfall.

Wilson:    Bereits in Deutschland kümmern wir uns um den Interessenten. Das Visum muss beantragt werden bei der kambodschanischen Botschaft in Berlin und kostet für 6 Monate über 175€ plus Servicegebühr. Wir haben darüber hinaus für den Kunden ein Versicherungspaket für diese 6 Monate geschnürt.
Darin sind enthalten:  Reisekrankenversicherung, Haftpflicht, Reisegepäckversicherung und eine Unfallversicherung. Aber Vorsicht: Bei verschuldeten und unverschuldeten Verkehrsunfällen greifen diese Versicherungen nicht, außer die Krankenversicherung bei eigenem Schaden. Hinzu kommt die online-Betreuung und Beratung. Alle E-Mails werden beantwortet.

Sianoukville - Feste feiern wie sie fallen
Sihanoukville – Feste feiern wie sie fallen

oxly1.de:    Welche Problem erwartet ihr?

Thoun:     Das schwierigste Thema ist die Toleranz. Die Wohnungen unseres Projektes LIVING INSIDE liegen meistens, wie ja schon der Name ausdrücken soll, mitten in unserer Khmer-Wohnstruktur. Hier ist es nachts genauso ruhig wie in Deutschland, doch da bellt schon mal ein Hund. Manchmal ist auch eine Hochzeit, dann kommen die Mönche morgens um 5 Uhr und eine ohrenbetäubende Musik ertönt, aber das ist eher selten. Schwieriger sind da schon die häuslichen Musikanlagen. Aber bei Überbeanspruchung kümmern wir uns darum.

Dann kommt das ungewohnte Klima. Am angenehmsten ist es hier während der europäischen Winterzeit. Doch kann es bei dem 5-Monatspaket auch schon mal im Oktober/November regnen, zwar nur eine Stunde täglich und im März/April kann es heiß werden, aber sehr trocken. Da Sihanoukville am Meer liegt, ist und bleibt das Klima hier am angenehmsten in Kambodscha. Aber wir sind ja vor Ort um alle auftretenden Problem zu meistern, außer das Wetter.

Sianoukville - Stadtansicht
Sihanoukville – Stadtansicht

oxly1.de:      Was kann man in Kambodscha fünf  Monate lang machen?

John:     Vieles. Entspannen, sich am Strand aufhalten, gutes asiatisches Essen genießen, die Wärme genießen und das Land kennenlernen. Animateure haben wir hier nicht.  Letztendlich ist das eine Frage der individuellen Mobilität, Motivation und der finanziellen Möglichkeiten unsere Gäste. Was will man zusätzlich zu unserem Paket ausgegeben?  Um Sihanoukville herum und in der Stadt haben wir 10 interessante Tagestouren. Weiterhin gibt es Inseltouren.  Außerhalb liegen die Städte Kampot und Kep für mehrtägige Aufenthalte zu günstigen Übernachtungspreisen. Ein Muss ist natürlich Siem Reap mit der Tempelanlage Angkor Wat und die Hauptstadt Phnom Penh mit ihren Sehenswürdigkeiten. Wer will, kann einen Abstecher von Sianoukville nach Vietnam machen oder nach Thailand. Die Busse sind sehr preiswert. Nach Bangkok 15$ und nach Saigon 18$.

Wilson:    Nicht zu vergessen ist das Meer. Der tägliche Strandspaziergang, der wunderschöne Sonnenuntergang am Meer mit den Schnorchel und Tauchmöglichkeiten. Shopping in den Anfängen auf den traditionellen Märkten oder in den langsam aber stetig entstehenden modernen Supermarkets, wo es eigentlich alles gibt, von der Thüringer Bratwurst, über deutschen Senf bis zur kambodschanischen Kartoffel. Sogar Muskat.

Sianoukville - Die Tempelaffen von Wat Loen
Sihanoukville – Die Tempelaffen von Wat Loen

oxly11:     Das hört sich alles sehr viel versprechend an. An wen können sich denn die Interessenten aktuell wenden?

Wilson:     Erreichbar sind wir immer über meine email: wilsondeutschland@gmail.com.

8 Antworten auf: Dauerurlaub in Kambodscha

  • Kuhnarthur

    Überschlägig gerechnet sind das 500 Eus pro Monat. Sagen wir mal der Einfachheit halber 400 Eus pro Monat für ein Appartement. Das sind rd. 16.000 THB, dafür kann ich z.B. auf Phuket ein Haus mieten.

    Allerdings, ich muss mich um alles selbst kümmern. Wer sich das zutraut, für den ist Euer Angebot kein Schnäppchen.

  • Ich hatte auch schon mal gedacht, nach Kambodscha umzuziehen.
    Aber mit diesen Kosten in Kambodscha habe ich hier fuer dasselbe Geld eine viel hoehere Lebensqualitaet.
    Nach deinen Zahlen bezahle ich in Kambodscha fuer 5 Monate 2550 Euro PLUS 152 Tage x 10 Euro = 4070 Euro = 814 Euro pro Monat, das aber ohne Auto.
    Hier meine tatsaechlichen, nicht fiktiven Kosten pro Monat in einem besonders teuren Touristenort:
    Miete eines Hauses (3 Zi., Kueche, Bad, Aircon): 162 Euro
    Strom 20 Euro,
    Telefon 8 Euro,
    Internet 18 Euro,
    Waescherei 15 Euro,
    Brauchwasser 2 Euro,
    Krankenversicherung 100 Euro,
    Insgesamt 325 Euro pro Monat.
    Dazu kommt ein Mietwagen mit Benzin 250 Euro,
    Essen und Trinken 5 Euro pro Tag (= 150 Euro pro Monat)
    (= gutes Fruehstueck 40 Baht, gutes Pastagericht zu Mittag 60 Baht, am Abend Buffet mit ueber 100 unterschiedlichen Leckereien 99 Baht, Trinken passt rein, da ich nicht jeden Tag schlemme, sondern auch mal nur 50 Baht fuer ein Abendessen ausgebe)
    Macht also total 725 Euro pro Monat.
    Im Vergleich zu Kambodscha bleiben mir also 89 Euro fuer Sonstiges uebrig: mal ein Stueck Kuchen und Kaffee am Nachmittag, mal frische Broetchen zum Fruehstueck, ein paar mal gegen Mitternacht in die Degree Bar, wo ich nur ein Sprite mit Cashewnuessen bestelle fuer 105 Baht, und ein paar mal pro Monat Thai-Massage fuer 300 Baht.
    Meine Lebensqualitaet ist also fuer 814 Euro betraechtlich hoeher.
    Da ich aber nur 637 Euro Rente zu erwarten habe, eruebrigt sich die Frage nach Kambodscha oder Thailand: in Kambodscha unerschwinglich, in Thailand mit einigen Abstrichen an der Lebensqualitaet durchaus realisierbar.
    Ich brauche nicht zu betonen, dass ich mit 162 Euro fuer Miete besonders teuer lebe und es hier fuer 85 bis 125 Euro auch ginge, wenn ich ein Apartment in einem Reihenhaus nehmen wuerde.

    Wenn ich solch ein Paket wie deine Freunde in Kambodscha fuer 814 Euro pro Monat in Thailand anbieten wuerde und dasselbe wie deine Freunde in Kambodscha dafuer bieten wuerde, koennte ich ganz schoen reich werden oder wuerde schnell als Halsabschneider gebrandmarkt werden.

    Nix fuer ungut,
    Richard

  • Malte

    @ Richard – Billiger geht immer. Insider mit Erfahrung können vor Ort eigene Arrangements treffen, die kostengünstiger sind. Das ist überall so. Ob in Spanien, Amerika oder in Asien. Solche Angebote sollte man als Paket inklusive Dienstleistung und landeskundigem, deutschsprachigen Ansprechpartner vor Ort betrachten. Dieser Teil des Pakets ist nicht zu unterschätzen. Die sogenannten erfahrenen Expats sind kaum als Zielgruppe zu betrachten. Für Menschen, die Kambodscha unkompliziert kennenlernen möchten ist das Angebot super.
    “ … Betreuung vor Ort in der Muttersprache und einem eigenen möblierten Apartment für 2 Personen mit kleiner Küche und Bad komplett für 2 Personen 2.950€. Und das für fünf Monate. …“ Wer einen längeren Fernostaufenthalt mal ausprobieren möchte, kann damit nichts falsch machen. Die nächste Saison kann man vor Ort individuell anders vorbereiten, wenn man nochmal hin möchte.
    Eine Geiz ist Geil Debatte sollte man nicht übertreiben, wenn eine ordentliche Dienstleistung angeboten wird.

  • Kuhnarthur

    Richard hat mit seiner Rechnung natürlich völlig Recht und ich vermute mal, dass man das finanziell in Sianoukville genauso machen kann.

    Mein Vorschlag für den wirklich Unerfahrenen, buche 1 oder 2 Monate und mach dich danach selbstständig. Das hat auch den riesigen Vorteil, nicht für 5 Monate an einen Ort wie Sianoukville gebunden zu sein.

    Wie sieht es eigentlich mit westlichen Lebensmitteln in Sianoukville aus?

  • igiul

    Ein wirklich interessantes Angebot. Natürlich ist es für einen Personenkreis bestimmt, der keinerlei Erfahrung mit dem Land hat, es aber trotzdem kennen lernen möchte bzw. eine Möglichkeit sucht, dem Winter in Deutschland zu entfliehen.

    Ich selbst befinde mich seit November 2011 in diesem Land und habe meine Wiederkehr in Deutschland für Mitte April geplant. Und ich kann nur sagen: Ich weiß warum.

    Die Menschen sind hier sehr angenehm. Mit einem Lächeln schafft man Probleme meist sofort aus der Welt und ein „Danke“ in der Khmer-Sprache wirken Wunder. Ein paar Brocken hat man sich mit einem bischen guten Willen sehr schnell angeeignet. Das ist hier ähnlich wie in Thailand.

    Ich kann nur jedem empfehlen, der ein grundsätzliches Interesse daran hat, es einfach mal auszuprobieren.

  • travelgirl

    Ägypten ist bekannt für günstiges Überwintern. Doppelzimmer, Halbpension, Flug, Versicheurngen und Shuttle kosten pro Person beim Buchen für zwei Leute ca. 2700 € für drei Monate. Also 5400 € für beide inklusive Flüge und Shuttle.

    Von Berlin nach Phnom Penh kostet ein One-Way-Flug ca. 580 €. Zurück das gleiche. Also 580,- x 4 (zwei Personen) = 2320 €. Nehmen wir mal an, dass die Reiseveranstalter statt 2.950 € für fünf Monate ca. 2000 € für drei Monate nehmen, kostet der Dreimonatsaufenthalt in Kambodscha ohne Verpflegung für zwei Leute 4350,- €. Landschaftlich und kulturell interessanter als Ägypten ist Kambodscha allemale, wenn man kein Pyramidenfreak ist. Das asiatische Essen ist besser und vielfältiger.
    Der angebotene Deal ist völlig okay.

  • L. Wimberg

    Es macht wirklich keinen Sinn, die Kosten fuer einen monatlichlichen Aufenthalt eines Touristen mit den Kosten des Daueraufenthalts eines Ausgewanderten zu vergleichen. Die Initiatoren haben nach ein Loesung fuer diejenigen gesucht, die eben nicht die Zelte abbrechen wollen fuer immer, sondern fuer ein paar Monate dem deutschen Winter entfliehen wollen und das zu Campingplatzkosten.
    So muessen die Wohnungen in Kambodscha z.b. fuer ein ganzes Jahr gemietet werden, sie muessen moebliert und haeufig auch das Bad auf westlichen Standard umgebaut werden. Wie schon an dieser Stelle bemerkt wurde, ist eine Betreuung durch Einheimische und Muttersprachler nicht zu unterschaetzen, gerade fuer Erstbesucher. Gerade die Bereiche Gesundheit, Sicherheit und Kommunikation sind in einem Land wie Kambodscha von zentraler Bedeutung, um bei einem Langzeitaufenthalt nicht krank zu werden, zu vereinsamen oder gar durch Missverstaendnisse mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.
    Ich habe die Macher kennengelernt. Sie haben mich ueberzeugt. Ein insgesamt serioeses und preiswertes Angebot, was es im Reisemarkt so noch nicht gab. Ich kann es nur empfehlen und werde es journalistisch weiterverfolgen.

  • Kunibert

    Wir schließen hier und verlagern die Kommentare in unser neues Forum. Dort kann munter debattiert werden.
    Diskussion im Forum