Kambodscha. Brände in Sihanoukville

Der Süden Kambodschas wird gerade von einer Trockenzeit heimgesucht. Die Temperaturen steigen über 40°, das Trinkwasser ist reduziert. Die Löschteiche sind leer. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht. Das Zentrum der Travellerrepublik am Serendipitybeach steht in Flammen. Es brennt lichterloh. Die Strohdächer sind ein willkommener Fraß der Flammen. Mit Eimern und Wasserflaschen versuchen die Menschen ihr Hab und Gut zu schützen, Transformatoren stehen kurz vor der Explosion, die Feuerwalze bewegt sich in beide Richtungen, in Windrichtung und gegen die Windrichtung. Weiträumig schleppen die Menschen ihr Hab und Gut aus den Häusern, Vordächer werden abgerissen, Kühlschränke stehen auf den Straßen. Lastwagenweise wird das Eigentum aus der Gefahrenzone gebracht.

Abgebrannt

Abgebrannt

Seit zwei Stunden brennt es hier. Die Feuerwehr ist bisher nicht in Sicht. Es gibt kein Löschwasser. Der Löschteich am Independent Hotel ist leer. Seit Tagen hat die Innenstadt kein Wasser mehr. Man solle sich auf drei Wochen einrichten wurde gesagt. 500 Liter kosten jetzt 25$, für den, der bezahlen kann.

Bücher aus dem Buchladen. Vorläufig gerettet.

Bücher aus dem Buchladen. Vorläufig gerettet.

In der Ferne erklingt ein Signal, die Schaulustigen versperren den Zugang des alten Feuerwehrautos zum Brandherd. Aufgeregt pfeifen die Polizisten, einerseits weil die Feuerwehr kommt und zum anderen droht der Transformator zu explodieren. 1000 Menschen sind am Tatort. Versicherungen gibt es hier nicht. Was ist mit den Reisepässen der vielen Billigreisenden in der Rezeption der Monkeyrepublic, ein beliebter Treffpunkt der jungen Weltreisenden? Was geschieht mit den vielen auf der Straße gestapelten Bücher von Creeks Bookshop?

Endlich ist die Feuerwehr da. Ein Löschfahrzeug gegen die Flammen.

Endlich ist die Feuerwehr da. Ein Löschfahrzeug gegen die Flammen.

Es ist nicht der Weltuntergang, doch ein Osterfeuer dieser Art am Ostersonntag, das war weder geplant noch sieht der Buddhismus ein Feuer zur Vertreibung der Wintergeister vor. Hier sind Behausungen, Arbeitsplätze und viele Gäste vertrieben worden. Nahe dem Brandgebiet stehen viele Billig-Gästehäuser mit Gemeinschaftszimmern. Ob es zu Toten gekommen ist, weiß im Moment noch keiner. Die Aufräumarbeiten werden es zeigen.

Ein Opfer der Flammen

Ein Opfer der Flammen

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