Rock´n Roll live

Schwere Zeiten für gute Musiker. Das Geschäft mit der Livemusik überrollt jetzt auch die kleinen touristischen Destinationen. Wer etwas sucht, findet das nächtliche Liveereignis, so auch in Ao Nang. Gab es hier bis vor kurzem eigentlich nur die Rockybar, sind er nun schon drei weitere Orte mit Musikern unterschiedlicher Qualität. In der Eaglebar gibt es eine Kleinstbühne direkt an der Hauptstrasse. Hier wird mit einer One-man-band zwar nicht jeden Abend Stimmung gemacht, aber zur Highsaison immer öfter. Zum Halbplayback aus dem Laptop spielt Apple seine launige E-Gitarre.

Einer der Besten am Ort

Einer der Besten am Ort

 Sind es meistens doch die bekannten Songs, greift er doch ab und zu auch mal in die Saiten für Songs von LoSo und Carabao, die angesagten Rockbands Thailands. Seine Stimme ist am besten geeignet für Bob Marleys Raegae-Rhythmen. Und das hört man nicht nur, sondern sieht man auch an der spärlichen Bühnendekoration.

Einmal Reggae immer Reggae

Einmal Reggae immer Reggae

Anders dagegen die Band aus der Coconutbar. Sie spielt in voller Besetzung ohne Playback. Das macht sie auch für diese Stadt einmalig. Leider spielen sie nur dreimal in der Woche, doch dann gleich auch noch mit einer Feuershow. Der Frontman und Sänger Strawberry spielt  eine saubere Akustik Gitarre zu seinen nuschelig im Bob Dylanstil vorgetragenen Songs.

Das Multitalent mit Bob-Dylan-Slang

Das Multitalent mit Bob-Dylan-Slang

In der Pause zaubert er dann zusätzlich noch mit seinen Kumpels Feuerfiguren in die laue Luft. Ein Multitalent. Er löscht die Flamme seiner Brandkeulen in seinem Mund und greift ins Feuer mit seiner linken Griffhand. Nicht ganz ungefährlich für eine Sänger und Gitarrenspieler. Anders dagegen die Miniband im neuen Little Long Horn Salon im neu gestalteten Entertainmentpaltz an der Beachroad. Dort wo vor einem halben Jahr noch heruntergekommene Bier-Bars nebeneinander lagen, breitet sich nun ein zentraler Platz aus mit einer ganz neuen Konzeption. Ebenerdig sind es die Livebandbars und Billardkneipen für jederman und jederfrau, familientauglich und unaufdringlich, in der oberen Etage sind es alte und neue Girlsbars, für die die sich dort hin trauen.

Feuershow

Feuershow

Noch nicht ganz fertig, ist dieser Platz bereits gut besucht und wird mit Sicherheit das neue Nightlifezentrum im kleinen Ao Nang. Sauber getrennt zwischen Anmache und Zuhören. Ein gutes Beispiel. Hieram Platz liegen die letzten beiden Livebandorte und zwar direkt gegenüber. Macht eine Band gerade Pause hört man die andere spielen. Doch qualitativ gibt es da große Unterschiede.

Neue Livebars versuchen die Existenz

Neue Livebars versuchen die Existenz

In der Little Long Horn Salon hämmert eine viel zu laute Rhythmusmaschine jeden Song zu Brei. Die Jonny Cash Stimme des Sänges kommt so gar nicht zur Geltung und sein Bassist muss noch ein wenig üben, um mithalten zu können. Doch sie sind am Anfang und auf gutem Weg. Leider gleicht sich das Repertoire immer mehr den Jungs von der Rockybar gegenüber. Das liegt wohl am Erfolg der Rockys. Doch die Little Long Horn Jungs sollten bei Country Western Musik bleiben, das andere können sie nicht, noch nicht. Die Rocky Bar ist dagegen eine Institution in Ao Nang. Zwar mussten sie bei der Neugestaltung des Platzes umziehen, doch das gab dem Erfolg keinen Abbruch.

In bewährter Besetzung mit Bassist und Leadgitarre, unterstützt durch ein dezentes Rhythmusprogramm aus dem i-Book werden die Abende hier kurzweilig. Insbesondere auch deswegen, weil Leadgitarrist Cherry gerne Gästen die Gitarre reicht, die dann zum Teil wirklich professionelle Songs liefern. Ein unglaubliches Spektrum wird hier präsentiert, die Rockgeschichte rauf und runter und auch quer. Jeder Wunsch wird umgesetzt und bei ganz extremen Vorschlägen muss der Gast das Stück kurz ansingen. Dann wird probiert, unter Applaus.

Nach wie vor die unschlagBar

Nach wie vor die unschlagBar

Für den begeisterten Livemusikgast bietet sich das Livebandsurven an, ein Abend, vier Bands in vier unterschiedlichen Locations, sehr kurzweilig. Und wer noch länger aufbleiben will als 1 Uhr nachts geht eine Treppe höher in die Webbar, da betreibt seit Anfang des Jahres eine Sängerin aus Bangkok mit ihren singenden Freundinnen eine kleine Bar. Nur leider singen sie dort nicht.

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